Montreal – französiches Flair und ein Parkknöllchen

Von Ottawa, Ontario, geht es für uns weiter nach Montreal, Quebec. Bei unserer Recherche nach Campingplätzen haben keinen in der näheren Umgebung von Montreal gefunden. Da wir auch hier aus versicherungstechnischen Gründen nicht mit dem Wohnmobil in die Stadt fahren dürfen, müssen wir eine Alternative finde. Aber es gibt ja schließlich mehr Touristen, die mit dem Wohnmobil die Stadt besichtigen und dann wird es dafür auch eine Lösung geben. Jetzt aber erst einmal zum Campingplatz.

Montreal South KOA

Der Campingplatz Montreal South KOA liegt im Örtchen Saint-Philippe-de-La Prairie, ca. 30 km südlich vom Stadtzentrum Montreal entfernt. Der Campingplatz ist vom Highway 15 nur wenige Kilometer entfernt und gut zu erreichen. Auch auf dem Campingplatz selber ist das Rangieren sehr leicht, da ausreichend Platz vorhanden ist. Die Waschräume scheinen noch nicht so alt zu sein – alles ist sauber und funktioniert sehr gut. Waschmaschinen und Wäschetrockner befinden sich im Hauptgebäude am Eingang.  

Auf geht es nach Montreal

Die Betreiber des Montreal South KOA haben Erfahrung mit dem Problem, dass die Wohnmobil-Vermieter es nicht erlauben mit den Fahrzeugen in die Stadt rein zu fahren. Deshalb liegen direkt beim Check-in Informationen aus, wie man dieses umgehen kann. Die Verbindung mit Öffentlichen Verkehrsmitteln von Saint-Philippe-de-La Prairie ist nicht wirklich gut und auch UBER-Fahrzeuge trifft man hier nur selten an. Aus diesem Grund gibt es die Empfehlung mit dem Wohnmobil nach Longueuil zum P5 zu fahren. Die Entfernung dorthin beträgt knapp 25 km. Auf P5 gibt es immer ausreichend Platz, so dass es problemlos möglich ist mit dem Wohnmobil zu parken und dann mit der Bahn nach Montreal zu fahren. 

Parkgebühren zahlen – aber richtig (Teil 1)

Nach unserer Ankunft auf dem P5 in Longueuil wollen wir unbedingt alles richtig machen. Der Parkplatz ist riesig und es gibt diverse Parkautomaten. Auf der anderen Seite des Parkplatzes gibt es eine weitere Einfahrt, an der ein Häuschen mit einem Mitarbeiter platziert ist. Gut, da wir uns nicht auskennen, fragen wir den netten Herren, ob wir dort hinten (sprich auf der anderen Seite) korrekt stehen. Er beantwortet dies mit einem freundlichen Ja und sagt uns, dass wir die Parkgebühr auch bei ihm bezahlen können – 5 kanadische Dollar. Wir bekommen einen Beleg darüber, sind beruhigt und können jetzt beruhigt zur Bahnstation gehen und nach Montreal fahren.

Mit der Metro in die Stadt

In der Metro-Station kaufen wir erst einmal ein Tagesticket. Dieses erhalten wir auf der unteren Ebene, bevor die Drehkreuze zum Bahnsteig kommen. Das Tagesticket kostet 8 kanadische Dollar pro Person. Mit der Linie 4 fahren wir bis zur Station Berri-UQAM und im Anschluss mit der Linie 2 bis zur Station Place-d’Armes. Jetzt noch ein kurzer Fußweg und wir stehen vor der Notre-Dame Basilica of Montreal.

Montreal erkunden

Wie bereits in Ottawa haben wir uns auch in Montreal dazu entschlossen die Stadt erst einmal zu Fuß zu erkunden. Die Stadt ist sehr freundlich für Fußgänger aufgebaut. Nachdem wir uns Notre-Dame Basilica of Montreal angeschaut haben, gehen wir durch die schmalen Gassen hinunter zum Alten Hafen (Vieux Port). Auf dem Weg dorthin machen wir an einem kleinen Restaurant halt und genießen erst einmal eine leckere Zwiebelsuppe und Quiche. Wir müssen uns immer wieder ins Gedächtnis rufen, dass wir nicht in Paris sind. Im Restaurant gibt es eine kleine Souvenir-Ecke und dort werden Dinge mit dem Eiffelturm verkauft. Nach dem Essen geht es weiter hinunter zum Alten Hafen.

Alte Hafen (Vieux Port)

Wir gehen einfach mal am Wasser entlang und genießen das Wetter, die freundlichen Leute und die schönen Impressionen, die wir hier geboten bekommen. Es ist alles sehr schön gepflegt. Fußgänger und Radfahrer teilen sich den breiten autofreien Raum und es gibt überall Bänke. Wir nutzen diese auf unserem Weg immer wieder, da es einfach schön ist alles zu beobachten.

Impressionen vom Alten Hafen in Montreal

Zurück in die Altstadt

Nachdem wir den Alten Hafen ausgiebig erkunden haben geht es jetzt in einer Kreisbewegung zurück in Richtung Notre-Dame Basilica of Montreal. Auch auf diesem Weg gibt es vieles zu sehen und wir sind von den tollen Gebäuden der Stadt wirklich begeistert.

Besonders sehenswertes Gebäude

Ein Gebäude hat uns ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert, das Château Ramezay. Es zählt laut der UNESCO zu einer der 1001 historischen Stätten, die man gesehen haben muss bevor man stirbt. Wir müssen einfach lächeln, da es wirklich schön ist, jedoch finden wir es lustig, dass es mit den Pyramiden von Giza gleich gesetzt wird :-).

Das moderne Montreal

Nach der Altstadt schauen wir uns natürlich auch noch den modernen Teil von Montreal an. Auch hier sind die Fußgängerzonen sehr schön großzügig ausgelegt.

Montreal – Der Blick von oben

Wir haben sehr viele schöne Gebäude und Gassen sowie den Alten Hafen von Montreal gesehen. Ein Freund von uns, der in dieser Stadt wohnt, hat sich für heute Nachmittag mit uns verabredet. Er will uns jetzt Montreal von oben zeigen. Dafür fahren wir mit ihm auf einen Berg in Montreal und machen einen Halt bei einem Aussichtspunkt. Wir müssen zugeben, Montreal ist auch von hieraus eine schöne Stadt.

Rückkehr zum Parkplatz 

Parkgebühr zahlen – aber richtig (Teil 2)

Unsere Stadtbesichtigung ist abgeschlossen und wir wollen die ganzen neuen Eindrücke jetzt in Ruhe verarbeiten. Mit der Metro geht es zurück zum Parkplatz, wo unser Wohnmobil auf uns wartet. Zu unserer Überraschung hängt hinter unserem Scheibenwischer ein Zettel. Wir werden freundlich darauf hingewiesen, dass der Parkschein, den wir hinter unserer Scheibe liegen haben auf diesem Abschnitt des Parkplatzes nicht gültig ist – dafür hätten wir 4 Reihen weiterfahren müssen. Für den nächsten Besuch wissen wir jetzt, dass wir unseren Parkschein am Automaten hätten lösen müssen – die Kosten für ein Tagesticket wären 6 kanadische Dollar gewesen – also nur 1 Dollar mehr als wir bezahlt haben. Damit wir es auch wirklich nicht vergessen gibt es jetzt einen Strafzettel in Höhe von 43 kanadischen Dollar. Wir verbuchen dies unter der Kategorie Lehrgeld. Die Zahlung funktioniert übrigens denkbar einfach, einfach auf einer Internetseite die Kreditkarte eintippen und schon ist alles bezahlt.

Nächster Halt: Niagarafälle

Jetzt geht es zurück zum Montreal South KOA Campingplatz. Wir müssen uns vom anstrengenden Tag erst einmal erholen und die vielen neuen Eindrücke verarbeiten. Morgen geht es dann weiter zu unserem nächsten Highlight auf dieser Reise: Die Niagarafälle.


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Ein Kommentar:

  1. Pingback:Niagarafälle - Die kanadische Seite erkunden

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